Glorreicher Gott! viele von uns können dich loben, weil sie dich kennen. Es gab eine Zeit, wo wir in deiner Welt lebten, aber den Schöpfer nie erkannt hatten. Wir hatten Teil an deiner Fürsorge, aber wir kannten nicht den Fürsorgenden. Wir gingen auf und ab im Sonnenlicht, aber wir waren blind. Es waren Stimmen rund um uns her, aber wir waren für alle geistlichen Dinge taub. Und einige von uns lebten Jahre lang in dieser Weise. Einige hier sind heute Abend noch so. Sie kennen Gott nicht, und sie wünschen auch die Erkenntnis deiner Wege nicht. Sie können viele Dinge sehen und verstehen, aber sie wünschen nicht, ihn zu kennen, in dem sie leben, weben und sind. Es war ein glücklicher Tag für uns, als du in der Unumschränktheit deiner Liebe auf uns blicktest und uns durch deine Gnade beriefest. Da begann das tote Herz zu schlagen. Da kam Licht in das verdunkelte Auge und da wandten wir uns zu dir. Es war die beste Entdeckung, die wir je gemacht hatten, als wir fanden, dass ein Gott da sei, bereit uns zu hören, willig auf unser Schreien zu achten. Aber Herr, zuerst verursachte diese große Entdeckung uns viel Schmerz, denn wir fanden in unserem Herzen eine Feindschaft wider dich, eine Entfremdung von dir und wir fanden, dass wir dich betrübt, dass wir deinen Geist durch Sünde erzürnt hatten. Wir bewundern dich nur umso mehr deswegen, denn wir würden nichts um einen Gott geben, der nicht die Sünde hasste. O mit welcher Ehrfurcht fielen wir zu deinen Füßen, selbst als wir dich in Donnertönen sprechen hörten und sagen: „Welche Seele sündigt, die soll sterben.“ Als deine Gnade uns wirklich dahin gebracht, dich zu erkennen, unterwarfen wir uns ehrfurchtsvoll deiner Gerechtigkeit, schrecklich wie sie war. Wir fühlten, dass wenn unsere Seelen zur Hölle gesandt würden, die Gerechtigkeit es nur billigen könnte. O Gott, wir gedenken daran, wie wir zu deinen Füßen lagen. Unsere Gedanken waren wie Messer, die unser Herz durchschnitten, und dann kamst du zu uns und ließest uns deine Liebe erkennen. O, gesegneter Tag, an dem du dich offenbartest, in die seidenen Gewänder der Liebe gekleidet! Als wir sahen, dass Jesus starb, damit wir leben möchten, dass das Kreuz der beste Beweis göttlicher Liebe sei, da blickten wir auf Jesum, der an unserer Statt litt. Wir vertrauten auf die große Versöhnung, und wir fanden Frieden. O, was sollen wir davon sagen? Unsere Seele singt bei der Erinnerung an diesen Frieden, der nie von uns genommen worden ist. Viele Tage sind vergangen, seit wir ihn zuerst kannten und viele Veränderungen haben wir gesehen, aber wir haben nie Christum fahren lassen, und er hat uns nie fahren lassen, und hier sind wir noch immer, um zu weinen zum Lobe der Barmherzigkeit, die wir gefunden haben, und andern zu sagen, wenn wir Odem haben zum Reden, dass der Herr ein großer, sündenvergebender Gott ist. Es ist niemand ihm gleich, der um Jesu willen Übertretung, Missetat und Sünde verzeiht und die Schändlichsten der Schändlichen an sein Herz schließt und keinen hinausstößt, der zu ihm kommt, der sogar den Lästerer und den Trunkenbold aufnimmt, ja, die allerschlimmsten, und sie von ihren blutroten Sünden wäscht und sie weißer macht als frischgefallenen Schnee. O Herr, wir wünschen zuweilen, dass wir singen könnten wie die Cherubim und Seraphim. Dann wollten wir dich besser preisen. Doch, so wie es ist, sind menschliche Stimmen alles, was wir haben, aber sie sollen gebraucht werden zum Preise der freien Gnade und der sterbenden Liebe“, der wir alles danken was wir haben und je zu haben hoffen.
Nun Herr, segne heute Abend dein Volk. O mein Herr, segne diese teuren Freunde, von denen ich eine Zeitlang getrennt gewesen bin. Segne und fördere sie. Lass die, welche deinen Namen fürchten, fröhlich in demselben sein, während wir heut Abend predigen. Lass die, welche wirklich dein sind, eine freudenvolle und glückliche Stunde haben. Mögen sie sich in der großen Liebe Gottes freuen und lass ihre Seelen überfließen vor Wonne bei der Erinnerung daran.
Aber o, wir bitten dich besonders, errette Seelen heute Abend. Erstatte die zehn stummen Sabbate. Gib uns heute Abend zehnmal so viel – nein, es muss elfmal so viel sein, wir können nicht dies eine Mal verlieren. O, gib uns elfmal so viel Segen, als wir je zuvor gehabt haben. Mögen viele, viele, viele aus der Finsternis in das wunderbare Licht versetzt und aus dem Gefängnis in die Freiheit Christi geführt werden.
Herr, es sind einige hier, die uns viele Male gehört haben, und doch hast du nicht wirksam zu ihren Herzen gesprochen. O, sprich heute Abend. Nimm sie in deine Hand, großer Herr. Sie sollen willig gemacht werden am Tage deiner Kraft. O, dass dies der Tag deiner Kraft wäre! Es sind andere da, denen dies Haus ganz fremd ist und vielleicht auch das Evangelium fremd. Möge der neue Ton an ihr Herz schlagen! Von dem Silberhorn des Evangeliums lass einen vorher unbekannten Klang zu ihnen dringen, der ihre innerste Seele rührt und lass sie darauf antworten. Heiße sie heute Abend zu Christo kommen und leben. O göttliche Liebe, ziehe sie sanft. Wirf die „Seile der Liebe“ um sie und die „Bande eines Menschen“ und ziehe sie zu dir. Junge Männer und Mädchen, ja, und alte Männer und Frauen ziehe sie zu dir, göttlicher Herr und lass viele Trophäen der Macht des Evangeliums heute Abend da sein. All unser Gebet ist nun vor dir. Wir wünschen jeden in diesem Hause errettet. Der Herr gebe es, um Christi willen. Amen.