unbekannt – Abendgebet

O Herr, allmächtiger Gott, du sprichst: So du durchs Wasser gehest, will ich bei dir sein, daß dich die Ströme nicht sollen ersäufen. Wir bitten dich herzlich, sei auch bei uns in dieser finsteren Nacht, und bewahre uns, daß uns und unserem Schifflein kein Leid noch Unglück widerfahre; dir befehlen wir uns heut und allezeit mit Leib und Seel in deinen väterlichen Schutz und Schirm, sei uns gnädig und behüte uns um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen.

unbekannt – Abendgebet

O JEsu! die erschaffene Sonne gehet zwar unter, und die finstere Nacht wird anbrechen: du aber, o du unerschaffene Sonne der Gerechtigkeit und Glanz der göttlichen Herrlichkeit! wwollest in meinem Herzen nimmermehr untergehen, sondern mit dem Lichte deines Gnadengeistes allezeit darinnen verbleiben, damit keine Sündenfinsterniß hinein kommen möge. Amen.

Bonifacius Stölzlin – Abendgebet

O du wunderbarer Gott! der du den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht gegeben. Ich danke dir herzlich dafür, und bitte dich demüthig, du wollest mit deinem göttlichen Licht und Glanz mich allezeit erleuchten und einen hellen Schein deiner Erkenntniß in mein Herz geben, daß ich nicht wanke, sondern im Glauben, Lehre, Liebe, Hoffnung und Geduld bis an mein seliges Ende beständig aushalte und die Krone des ewigen Lebens erlange durch Jesum Christum. Amen.
*B. Stölzlin*

Gebetbuch,
enthaltend
die sämmtlichen Gebete und Seufzer
Dr. Martin Luther’S,
wie auch Gebete
von
Melanchthon, Bugenhaben, Matthesius, Habermann, Arnd
und anderen Gott-erleuchteten Männern.
Herausgegeben
vom
evangelischen Bücherverein
Berlin, 1849.
Im Magazin des Vereins, Klosterstraße No. 71

Basilius – Abendgebet

Herr, Herr, der du uns erlöset hast von allen Pfeilen, die am Tage fliegen, erlöse uns auch von allem Verderben, das im Finstern schleichet. Nimm unser Abendopfer an, unserer Hände Aufheben. Gieb uns Gnade, daß wir auch die nächstliche Bahn untadlig wandeln mögen, unberührt vom Uebel; und befreie uns von aller Unruhe und Furcht, die uns vom Teufel bereitet werden möchte.

Schenke aus Gnaden unsern Herzen Zerknirschung, und lenke unsre Gedanken ernstlich auf die letzte Rechenschaft am Tage deines furchtbaren und gerechten Gerichts. Kreuzige durch deine Furcht unser Fleisch und Blut, und ertödte unsre irdischen Glieder, damitwir auch in der Ruhe des Schlafs durch den Anblick deiner Gerichte erinnert werden mögen. Treibe ab von uns alle unheiligen Bilder und alle unreine Lust, und wecke uns auf zur Stunde ddes Gebets, gestärkt im Glauben zu laufen den Weg deiner Gebote, um der Liebe und Barmherzigkeit deines eingebornen Sohnes willen, mit dem und dem heiligen Geist dir Preis und Lob sei in Ewigkeit. Amen.

Allgemeines evangelisches
Gesang- und Gebetbuch
Hamburg 1846
Agentur des Rauhen Hauses

Antiochius – Abendgebet

Gieb uns, o Herr, nun wir uns zum Schlafe wenden, Ruhe für Leib und Seele und bewahre uns vor dem finstern Sündenschlafe und vor aller dunklen und nächtlichen Lust. Schläfre die Stürme unsrer Leidenschaften ein, lösche die feurigen Pfeile des Bösewichts, die er listig auf uns abdrückt. Stille den Ungestüm unsers Fleisches und Bluts, und wiede ein alle irdischen Gedanken. Schenke uns, o Herr, einen wachen Geist und ein nüchternes Herz; schenke uns einen sanften Schlaf, ungestört von den Blendwerken des Satans; und erwecke uns zur Zeit des Gebets, befestigt in deinen Geboten und unverrückt deiner Gerichte gedenkend, so wollen wir dich rühmen und preisen, dich den Vater und den Sohn und den heiligen Geist in Ewigkeit. Amen.

um 629

Allgemeines evangelisches
Gesang- und Gebetbuch
Hamburg 1846
Agentur des Rauhen Hauses

unbekannt – Abendgebet

Ein bekantnuß vnd gepet so ein mensch zu beth will geen/ der sprech also zu Christo.

O Herr Jesu Christe/ ich bekenne mich schuldig/ das ich disen tag layder nit zu deinem lob vnnd eeren verbracht hab/ byn dir nit danckbar gewest/ hab deinen todt vnnd bitter marter/ nit recht zu hertzen gefasset/ Ach mein gnediger Herr/ die N. und dise N. greüliche sünd/ hab ich heüt wider deinen götlichen willen gethan das vnd das hab ich versaumbt vnd nit außgericht/ hab mich nichts gebessert/ O du frummer güttiger heylmacher/ verzeyhe es mir/ durch dein theüer adelichs blutuergiessenn/ Bewar mich auch yetzundt dise nacht/ für allen sünden vnnd geferligkeyten/ laß mein hertz in dir ruhen vnd wachsen/ dich zu loben/ Ich befelhe dir heüt vnnd allzeyt/ leyb/ seel/ geyst/ eere/ gut vnd handel/ vnd schaff mit mir nach deinem wolgefallen/ Gib mir gedult vnd gnade/ so es wider meinen verkerten willen gehet/ damit ich diß leben einen jamerthal erkenne/ vnd nur müge seüfftzen nach vnnserm seligen vaterlandt/ den todt frölich begern/ das ich dich im ewigen leben/ mit allen außerwelten/ müge biß ann das ende loben vnnd glorificiren/ Amen. Das wöllest du gnediger Gott vnnd Vater mir verleyhen/ durch das heylige verdienst des leydens Jesu Christi/ Amen.

Kaspar Löner – Abendgebet

Almechtiger ewiger Gott, barmhertziger Vater, Ich sag dir lob vnd danck, das du mich disen Tag vor allem vnfal seel vnd leibs erhalten hast vnd bitt dich, o heiliger vnsterblicher Gott, du wollest mich, dein geschepff, welches du mit deines sunes rosenfarben blut von dem ewigen todt theur erkaufft hast, diße nacht beschützen vnd beschirmen vor bößen schendtlichen treumen vnd allem anlauff des bößen feinds, damit ich sicher ruen vnd schlafen müg vnder dem schatten deiner flügel, durch deinen einigen Sun, vnsern lieben Herren Jesum Christum, Amen. Vater vnser rc.

Johann Arnd – Abendgebet

Barmherziger, gnädiger Gott und Vater! Ich sage dir Lob und Dank, daß du Tag und Nacht geschaffen hast, den Tag zur Arbeit und die Nacht zur Ruhe, auf daß sich Menschen und Vieh erquicken. Ich lobe und preise dich für alle deine Wohltaten und Werke, daß du mich den vergangenen Tag hast vollenden und durch deine väterliche Gnade des Tages Last und Plage überwinden lassen. Ein jeder Tag hat seine eigene Plage; du aber, lieber Vater, hilfst uns in jeglicher Last und Mühe, bis wir endlich zur Ruhe und an den Tag kommen, da alle Mühe und Plage aufhören wird.

Ich danke dir, o Gott, für alles Gute, das ich diesen Tag von deiner Hand empfangen habe; Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du täglich an mir tuest.

Ich danke dir auch für die Abwendung des Bösen, welches mir hätte begegnen können; ich danke dir, daß du mich behütet hast vor allem Unglück und vor schweren Sünden, und bitte herzlich und kindlich, vergib mir alle meine Sünden, die ich diesen Tag begangen habe in Gedanken, Worten und Werken. Viel Böses habe ich getan, viel Gutes habe ich versäumt. Ach sei mir gnädig, mein Gott, sei mir gnädig! Laß heute alle meine Sünde mit mir absterben und gib, daß ich immer gottesfürchtiger, heiliger und frömmer wieder auferstehe, daß Seele und Geist immer zu dir wache, mit dir rede und handle.

Ja, segne meinen Schlaf, wie den Schlaf Jakobs, da er die Himmelsleiter im Traume sah, daß ich von dir rede, wenn ich mich zu Bette lege, und an dich gedenke, wenn ich aufwache. Gib, daß ich nicht erschrecke vor dem Grauen der Nacht, daß ich mich nicht fürchte vor Gefahr und plötzlichem Unfall. Sei du mein Schatten über meiner rechten Hand, daß mich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Laß deine heiligen Engel sich um mich her lagern und mich behüten und wecke mich des Morgens zur rechten Zeit wieder auf. Und wenn mein Stündlein vorhanden ist, so verleihe mir einen sanften Schlaf und eine selige Ruhe in Jesu Christo, meinem Herrn. Amen.

Friedrich Arndt – Abendgebet am Samstag

Gott Vater, mein Anfang und Ende in allen meinen Dingen, wie ich diese Woche mit Deiner Gnade angefangen, also habe ich sie auch durch dieselbe zu Ende gebracht. Ach, welche Dankbarkeit, welche Liebe bin ich Dir, meinem Gott, schuldig für so viele unaussprechliche Wohlthaten, die ich zwischen diesem Anfang und Ende genossen habe! Du hast mir so viel Liebes erwiesen, da ich Dich doch beleidigt habe; Du bist so lange nahe bei mir gewesen, da ich doch meine Augen so oft von Dir abgewendet; Du hast Gutes, ich Böses gehäuft. Ach, ich kann die Größe Deiner Liebe nicht genugsam begreifen, aber auch leider die Menge meiner Uebertretungen nicht übersehen! Jedoch, o barmherziger Vater, nehme ich meine Zuflucht zu Deinen allertheuersten Verheißungen. Wo meine Sünde mächtig ist, da ist Deine Gnade noch viel mächtiger. Ach, Herr, der Du das Werk Deiner Hände nicht verschmähest, was erwartest Du anders von mir armen Sünder, als ein zerknirschtes Herz, welches sich gänzlich zu Dir bekehret, und von Deiner Gerechtigkeit zu Deiner Barmherzigkeit seine Zuflucht nimmt? Laß doch heute Deine Gnade sein wie ein Abendregen! So fern der Morgen ist vom Abend, so fern laß auch meine Sünde an diesem Sonnabend von mir sein. Gieb, daß ich das Ende dieser Woche also mache, daß ich nicht ein Ende nehme mit Schrecken, wie die Gottlosen, deren Ende ist die Verdammniß; sondern laß mich aus Gnaden davon bringen das Ende des Glaubens, welches ist der Seelen Seligkeit.

Gott Sohn, meine Gerechtigkeit, Du bist des Gesetzes Ende: wer an Dich glaubt, der ist gerecht. Ich schließe mich beim Schluß der Woche in deine Wunden. Stelle mich Deinem himmlischen Vater vor in Deinem Blute; bekleide mich mit Deiner Gerechtigkeit; tilge meine Sünde durch Deine ewige Liebe. Ich befehle Dir Leib und Seele; Du hast beide erlöset, Du getreuer Gott! Zeichne mich in Deine durchgrabenen Hände! Laß heute Dein Haupt über mir voll Thaues, und Deine Locken voller Nachttropfen sein; gieb auch, daß ich allezeit unter den klugen Jungfrauen erfunden werde, und, wenn Du um Mitternacht kommst, mit dem Oel des Glaubens Dir entgegen gehen möge! Weil ich auch unter denen bin, auf welche das Ende der Welt kommen ist, so laß mich am Ende dieser Woche auf eine selige Bereitschaft bedacht sein, Deine Zukunft mit Freuden zu erwarten. Wie Du die Deinen bis an’s Ende geliebet, so bleibe auch bei uns bis an’s Ende der Welt, nach Deiner allgetreuesten Verheißung. Gieb uns Beständigkeit des Glaubens in der Liebe, und erfülle endlich Dein Wort an uns: „Wer beharret bis an’s Ende, der soll selig werden,“ – so wollen wir Dich ohne Ende rühmen dort, wo Deines Königreiches wird kein Ende sein.

Gott heiliger Geist, mein Lehrer, lehre mich heute inbrünstig beten: „Herr, lehre mich bedenken, daß es ein Ende mit mir haben muß, daß mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Bereite mich alle Abende zum Tode, und laß mich niemals in Sicherheit zu Bette gehen. Gieb, daß ich allezeit warte auf die Offenbarung Jesu Christi, welcher auch mich wird fest behalten bis an’s Ende, daß ich unsträflich sei auf den Tag seiner Zukunft. Soll ich morgen leben, so erwecke mich zu einem geistlichen Leben. Morgen ist des Herrn Fest; bereite mich dazu in heiliger Furcht. Indessen versiegle meine Ruhe heute mit der Gnade und Liebe meines Jesu. Breite Deine Flügel über alle meine Angehörigen. Sei der Traurigen Licht in der Finsterniß; erleichtere die Last aller Müden; schaffe, daß bei den Kreuzträgern die Versuchung so ein Ende gewinne, daß sie es ertragen können. Laß heute alle Menschen an ihr Ende gedenken, so werden sie nimmermehr Uebles thun.

Heilige Dreieinigkeit, Deine Jahre nehmen kein Ende; aber bei uns ist nahe kommen das Ende aller Dinge. Ach, laß es nicht gar aus sein mit uns, sondern Deine Barmherzigkeit noch kein Ende haben! Und wann sich das Ende unseres Lebens herzunahen sollte, so laß uns kommen zum Anfange der großen, himmlischen Woche, die Du Deinem Erbe verheißen hast. Laß uns sterben des Todes der Gerechten, und unser Ende sein wie das Ende der Frommen; so heißet es: ende gut, Alles gut! Amen.

So ist die Woche nun beschlossen,
Und auch zugleich der Tag verflossen.
Wer weiß, wie nah mein Ende sei?
Nimm, Jesu, mich in Deine Hände,
So komme, wann Du willst, mein Ende,
Ich warte dessen ohne Scheu.
Denn was mein Ende hier auf Erden,
Das muß mir dort der Anfang werden.

Friedrich Arndt – Abendgebet am Freitag

Gott Vater, mein Geber alles Guten, was gebe ich Dir wieder für alle Deine Gaben, die ich diesen verfloßnen Tag von Dir empfangen habe? Ich bin ein Kind des Zorns von Natur, und dennoch hast Du mir Deine Gnade so reichlich erwiesen. Da ich nichts verdient, so hast Du mir Alles gegeben, was mir noth ist. Alle Wohlthaten, die Du über mich ausgeschüttet, sind Früchte Deiner erbarmenden Liebe. Alles Kreuz, das Du mir zugeschickt, ist eine Wirkung Deiner väterlichen Neigungen. Und diesen Augenblick muß ich sagen: Bis hieher hat mir der Herr geholfen! Ach, warum hab’ ich nicht Engelzungen, Deine Treue und Barmherzigkeit nach Würden zu erheben? Allein wie beschämt mich meine Sünde vor Deinem Angesichte, daß ich mich fürchten muß, mein Dankopfer werde Dir nicht gefällig sein! Es ist wahr, daß der Sünder vor Dir nicht bestehen kann; aber das ist auch gewiß, daß Du den Sünder in seiner Buße nicht verstoßen willst. Ich will Deine heilige Verheißung ergreifen, daß, wer an Jesum Christum glaubt, nicht soll verloren werden. In diesem Glauben rechtfertige mich; in diesem Glauben absolvire mich! Sei mir um Christi willen gnädig und barmherzig! Finsterniß bedeckt nun das Erdreich: Du aber decke mich mit Deiner allergetreuesten Liebe. Sende mir Deine Nachtwache bis zur fröhlichen Morgenwache.

Gott Sohn, mein Alles in Allem! Jedermann denkt jetzt an seine Ruhe; ich aber denke an meine Sünde. Ach, meine Gedanken sind heute nicht allemal Deine Gedanken, und meine Wege nicht immer Deine Wege gewesen. Ich weiß aber, daß Du nicht Gedanken des Leides, sondern Gedanken des Friedens über mich hast. O so denke an mich in Deiner Barmherzigkeit, wie Du am Kreuze des armen Schächers gedacht hast. Wirf meine Sünde in die Tiefe des Meers, daß ihrer nimmermehr gedacht werde. Gedenke, o Herr, der schweren zeit, darin der Leib gefangen liegt. Der Seele, die Du hast erlöset, gieb, Herr Jesu, Deinen Trost: tröste mich in dieser Nacht durch das Andenken Deiner Wunden. Weil Du mich in derselben von der Obrigkeit der Finsterniß errettet hast, so laß mich auch jetzt vor des Satans Grauen und Klauen sicher ruhen. Dein letztes Wort sei auch mein Wort: „Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist.“ sollte ich diese Nacht mein Haupt neigen müssen, so laß es Dir auf Deine blutige Brust fallen; soll mir mein Herz brechen, ach so breche es in Deiner geöffneten Seite! Das sei mein Weg in’s Paradies; ich küsse Deine hohepriesterlichen Wunden und sage: Dir leb’ ich, Dir sterb’ ich, Dein bin ich todt und lebendig.

Gott heiliger Geist, mein Vertreter, beschließ meine Seufzer mit Deinem Abba, besprenge sie mit dem Blute des unschuldigen Lammes, versiegle sie mit dem letzten Angstschrei meines sterbenden Jesu! Wenn ich jetzt mein Licht auslöschen werde, so sei das Licht in meinem Herzen; wenn ich meine Kleider ablege, so ziehe mich an mit Kraft aus der Höhe, daß ich wider alle listigen Anläufe des Satans bestehen möge; wenn ich die matten Glieder auf mein Lager werfe, so versichere meine Seele, daß ich in den Wunden meines Jesu ruhe. Laß auch mein Bette mir von meinem Grabe predigen, daß ich nicht in Sicherheit schlafe, wie die Jünger am Oelberge, sondern alle Augenblicke meines Endes warte. Stecke das Kreuz meines Erlösers als ein Siegeszeichen vor mein Bett: das soll meine Ruhe, das soll meine Ehre sein. Bekehre auch alle Feinde des Kreuzes Christi, daß sie sich unter dieses Panier sammeln und der Verdammniß entgehen mögen. Versiegle auch mit diesem Gnadenzeichen die Ruhe der Meinigen, und laß Keinen verloren gehen, den Du damit bezeichnet hast.

Heilige Dreieinigkeit, Deine Gnade sei unser Licht im Finstern; Deine Kraft sei unsere Stärke in der Schwachheit; Dein Schutz sei unser Schild in der Gefahr; so wird keine Plage zu unserer Hütte nahen. Sei mit uns, o Vater, in Deinem Sohne mit Deinem Geiste! Laß diese Schrift an unser Haus und Herz geschrieben sein: „Hier ist der Herr! Ist Gott für uns, wer will wider uns sein?“ Amen.

So ist der Freitag nun vorbei,
Und Du, mein Jesu, machst mich frei,
Daß ich in Deinen tiefen Wunden
Der Kinder Gottes Freiheit funden.
Gieb auch nunmehr durch Deine Macht
Zum Freitag eine freie Nacht.
Die Sonne geht zur Rüste,
Bleib bei mir, Jesu Christe:
So hab’ ich Licht und Leben,
Wenn mich die Nacht umgeben.