Anselm von Canterbury – Jesus

Herr Jesu Christe, du mein Herr und mein Gott, in Wirkung deiner Gnade gedenke ich daran, daß du nach der Verheißung, die du von Anfang der Welt an durch deine Heiligen gegeben, von der Jungfrau Maria geboren, aus ihr wahrhaftiges Fleisch und Blut angenommen, aus ihrer jungfräulichen Brust wahrhaftige Milch gezogen hat; ach erquicke meine sündige Seele mit deinem heiligen Fleische, sättige sie mit deiner Süßigkeit.

Als du in der Krippe lagst, warst du in Windeln gehüllt; hülle meine Seele in die Windeln deines Erbarmens, daß sie nicht bloß vor dir dastehe. Die Hirten und die Weisen aus dem Morgenlande kamen und beteten dich an, da du noch in der Krippe lagt; laß, o Herr, mich treulich dich anbeten, der du nun im Himmel sitzest.

Du hast die Beschneidung am Fleische erduldet; beschneide du mich dem Geiste nach, auf daß ich nimmer sündige. Du wurdest im Tempel dargestellt, und Simeon nahm dich auf seine Arme; stelle mich dar deiner heiligen Majestät, und ich will dich mit den Armen meiner Seele umfassen.

In deiner Kindheit warst du den Aeltern unterthan; laß mich dir unterthänig sein und Allen, denen du mich unterthänig machen wolltest. Du bist von Johannes getauft; in meiner Kindheit hast du mich getauft. Aber da ich nach deiner heiligen Taufe oftmals wieder befleckt worden bin, so taufe mich durch aufrichtiges Sündenbekenntniß und aufrichtige Buße. Du hast den Sündern befohlen Buße zu thun, und hat den wahrhaft Bußfertigen Vergebung verheißen; ach laß mich meine Sünden also bereuen, daß ich würdig werde, ihrethalben von dir Verzeihung zu erlangen.

Du warst der Lehrer der Wahrheit, der Leutseligkeit, der Gerechtigkeit; ach lehre mein Herz und erleuchte es, auf daß ich zu denen zählen möge, die du durch deine Lehre mit dem inneren Lichte erleuchtet hat. Wenn es dir gefiel, hast du in wunderbarer Weise die Leiber und Seelen der Menschen mit Kraft und Gesundheit erfüllt; ach heile die Krankheiten meiner Seele, die sich an dir versündigt hat. Um meinetwillen hast du gefastet; gib, daß ich mich um deiner Liebe willen von aller Sünde enthalte. Um meinetwillen hast du gehungert; gib, daß ich wahrhaftiglich hungere nach dir, der du das wahrhaftige Brot bist. Du bist um meinetwillen müde gewesen; stärke, kräftige meine matte Seele.

Herr Jesu Christe, du freundlicher und erbarmungsreicher Heiland, da du mit deinen Jüngern zu Tische saßest, hast du ihnen die Füße gewaschen, mit deinem Leibe und mit deinem Blute hat du sie erquicket; du wollest auch meinen Leib und meine Seele von aller Befleckung reinwaschen und auch mich mit deinem Leibe und Blute stärken, daß mir die Kraft nicht entgehe.

Soll ich noch mehr sagen? Du Herr Jesu Christe, du bist mein Leben, mein Heil, meine Wonne, meine Stärke, meine Freude, meine Ergötzung, meine Erlösung, meine Auferstehung. Um meinetwillen bist du dahingegeben worden, weil du meine Seele nicht hingeben wolltest den reißenden Wölfen. Du wurdest um meinetwillen gebunden; so löse nun die Fesseln meiner Sünden. Um meinetwillen wurdest du verspottet; ach laß mich nicht den bösen Geistern ein Spott werden. Du freundlicher Herr, den allein Niemand einer Sünde zeihen konnte, du bist um meinetwillen gegeißelt worden; so befreie mich von den Geißelhieben, die meine Missethaten verdienen. Du barmherziger Herr wurdest um meinetwillen mit Dornen gekrönt; ziehe mir aus die Dornen und Stacheln meiner Sünden.

Gnädigster Herr Jesu, du trugt auf deinen heiligen Schultern dein Kreuz; ach laß mich dir nachfolgen und dir meine Seele nachtragen. Du allerhöchster Herr hast ans Kreuz erhöht, Alles zu dir gezogen; o ziehe auch mich zu dir. O liebreicher Herr, du ließest deine Hände und Füße mit eisernen Nägeln durchbohren, deine Seite mit dem Speere öffnen, dein Blut für die Sünden vergießen; mit diesem deinem Blute wasche nun meine Seele von allen ihren Sünden, und nimm alle Schmerzen von ihr um der Angst willen, die du für uns erduldet hast.

Du liebreicher Herr hat das Gebet des Schächers angenommen, so nimm auch mein Gebet an, ich bin auch ein Sünder. Um meinetwillen bist du mit Essig getränkt worden; tränke meine Seele mit dem Honig deiner Süßigkeit. Du guter Hirte hast dein Leben gelassen für deine Schafe; ach laß meine sündige Seele nicht verderben und sterben. Du hast aus der Hölle errettet die Seelen der Frommen; errette meine Seele von der Verdammniß der Gottlosen.

Du starker, allmächtiger Herr Jesu, nachdem du den Tod besiegt hast, bist du auferstanden von den Todten und hast dich deinen Jüngern als lebendig und unsterblich erwiesen, du hast ihre Trauer um deinen Tod in Freude verwandelt, hat oftmals mit ihnen gegessen und getrunken, hat ihre Herzen festgemacht im Glauben an deine heilige Auferstehung; so erfülle nun auch meine Seele, die Seele deines Knechtes, mit Freude und Kraft im Glauben an deine heilige Auferstehung. Amen.

Anselm von Canterbury – Jesu Tod

Was hast Du verbrochen, theuerster Gottessohn, daß Du also gerichtet wardst? Was war die Ursache Deines Todes, was der Grund Deiner Verdammung? Ich, ich bin die Geißel Deines Schmerzes, ich habe Dich ans Kreuz gebracht mit allen seinen Qualen. O über den wunderbaren Rechtsspruch und geheimnißvollen Rathschluß! Es sündigt der Gottlose, und bestraft wird der Gerechte; was der Böse verdient, leidet der Gute; was der Knecht verschuldet, bezahlt der Herr; was der Mensch begeht, nimmt Gott auf sich. Wie tief, o Gottessohn, hat sich Deine Demuth herabgelassen! Wie herrliche Gnade, wie hohe Güte, wie innige Liebe, wie großes Mitleid hast Du gezeigt! Ich thue Uebels, Du trägst die Strafe; ich bin stolz, Du erniedrigest Dich; ich bin unmäßig, Du leidest Hunger; ich suche nach Vergnügen, Du läßt Dich mit Nägeln durchbohren; ich koste die Süßigkeit des Apfels, Du die Bitterkeit der Galle. Mit mir lacht und freuet sich Eva; mit Dir weint und leidet Maria.

Johann Arnd – Jesus

Liebster Jesu, schenke mir deine Gunst, offenbare dich meiner Seele in der Liebe Brunst, dass ich schmecke und sehe, wie süß und freundlich du seiest, und nichts mehr verlange, als gesättigt zu werden von den reichen Gütern deines Hauses, in Zeit und Ewigkeit. Amen.

Gottfried Arnold – Um die rechte Kraft des Leidens Jesu

Getreuester Immanuel! dein verdorbenes und elendestes, aber doch durch dich erkauftes geschöpf, das werk deiner Hände, wirft sich im geist nieder an dein Creutz, und dürstet nach der verborgenen Gnade und Kraft, die du in dein Leiden geleget hast. Die äusserliche Geschichte desselben ist zwar lieblich und erbaulich; aber was hilft sie mir ohne die inwendige Wirkung? Ich finde nicht ruhe, bis ich die frucht geniesse: gleichwie du nicht ruhetest, bis alles vollbracht war. Also verkläre mir doch deine heilige Paßion in meiner seele, und flösse mir das Leben ein, das darinnen verborgen liegt. Ich werfe mich mit stöhnen und sehnen meines geistes in deine ausgedehnte Armen, ja in deine tiefe Wunden hinein, und begehre mit allen kräften deines Todes kräftiglich theilhaftig zu werden. Oeffne mir doch deine hole Seite, und ziehe da hinein alle mein verlangen! denn ich wünschte gar zu gern, aller dinge über Dir zu vergessen und müßig zu gehen. Ja, ich kans nicht aussprechen, wie herzlich gern ich mich allein rühmen möchte in Deinem Creutz, daß mir die welt gecreutziget bliebe, und ich ih, mit allem ihren loben und schelten, bösen und guten gerüchten, lüsten und schrecken, vortheilen und beschädigungen. Alles diß mache doch ganz todt in mir, wie du allen dingen erstorben am Creutz hiengest. Verwunde, triff und zeichne mein herz mit deiner Wunden-Kraft so tief, so beständig und empfindlich, daß es mir eine quaal sei, einen augenblick ohne deine Gesellschaft zu leben, und ein Himmel, mit dir zu reden, zu wirken und zu leiden. Setze mich durch dein Leiden in eine solche Gnade und Liebe bei deinem Vater, daß ich nicht nach meinem, sondern nach deinem Verdienst von Ihm angesehen werde. Laß dein Blut für mich und in mir schreien, ja alle deine Wunden mich vertreten wieder alle meine feinde. Dein Geist mache sie mir zu sichern Felslöchern, darein ich zu fliehen mich stets übe, und also bewahret und erhalten werde. O meine einzige Hoffnung, gib mir eine selige Nachfolge in allen deinen heiligen Fußstapfen, die du nach dir gelassen hast. Zeige sie mir in allen meinen schritten, die ich zur Ewigkeit thue, und laß mich nicht im geringsten davon ausschweifen, noch die breite bahn der welt jemals mehr betreten. Du hast mich deinem Vater mit samt deinem Geist zu treuen Händen empfohlen: alda versiegele und zeichne, färbe und durchdringe meine seele mit deinem rosin-farben Blut, auf daß er sie darinne erkenne und aufnehme, wenn sie vom leibe scheidet. Begleite du sie vor deines Vaters Angesicht. Vertilge in mir die lust zur sünde, die du gebüssest hast. Hilf mir durch deine Geduld und Lammes-Natur alle mein elend überwinden, und kämpfe selbst in mir den guten kampf des Glaubens in der Kraft deines letzten streits. Dein ängstiges Seufzen unterhalte auch mein stöhnen zu dir bis ans ende. Unterdessen laß deine brünstige Liebe zu mir auch solche Liebe in mir wirken, Dir zu liebe alles anzunehmen, wie du es fügest, und alle anfechtungen in liebe zu besiegen. Deßwegen du mir auch in allen zu hülfe kommen wollest, und meine begierde mit dir allezeit stillen, daß ich unter deinem joch bleibe, und nach nichts anders mich umsehe. Schreibe deine Striemen und Nägel-Maale in meinen sinn zum andenken deiner Liebe, die mich auch dankbar mache und erleuchte, deiner Erlösung ewig zu geniessen, und zwar durch die Kraft aller und jeder deiner Leiden und Schmerzen, amen!

Johann Albrecht Bengel – Gebet

Herr Jesus Christus, du bist zur Rechten des Vaters erhöht und hast Gaben empfangen und sie den Menschen gegeben. Gib, daß wir das Sichtbare und Zeitliche gering schätzen und hingegen das Unsichtbare und Ewige allein als wichtig erkennen. Verleihe uns die Weisheit, damit wir Wahrheit und Irrtum unterscheiden und keiner Verführung zum Raube fallen. Erfülle uns mit der Erkenntnis deiner Liebe, da du dich selbst für uns dahingegeben und uns durch dein Blut erlöst und Vergebung der Sünden zuwegegebracht hast. Erleuchte aber auch unsre Augen durch deine große Herrlichkeit, darin du dich wirst sehen lassen denen, die dich erwarten zum Heil, so werden wir deinen und deines Vaters Namen preisen in Ewigkeit. Amen.

Johann Mathesius – Von Christo dem Felsen

O HErr Gott, der Du einen auserwählten Eckstein in Zion legst, und gründest Deine Kirche auf den lebendigen Stein, damit wir uns an diesem Helfenstein aufziehen, und sicher und gewiß auf Ihm stehen können. Hilf, lieber Vater, daß wir uns an diesem Gnadenfels nicht ärgern oder wider Ihn laufen, und Deines Sohnes Wort und Reich nicht widersprechen, und verachten, und drüber mit der Welt zu Schanden werden, durch Jesum Christum, den einigen Hort und festen Grund, unsern Gott und HErrn.

Dionysius der Karthäuser – Dank

Unendlich groß, o Herr, sind Deine Gaben und Wohlthaten. Du hast uns geschaffen, und nicht wir selber; Alles, was wir haben und sind, ist von Dir gekommen. Du hast uns den Leib und alle seine Glieder, die Seele und alle ihre Kräfte geschenkt. Du erhältst uns noch täglich und Alles, was wir haben, kleidest uns und speisest uns. Du hast uns behütet vor unzähligen Gefahren, hast Deine heiligen Engel uns zu Begleitern gegeben, hast uns in der Taufe von aller Schuld gereinigt, hast uns mit Gnade geschmückt, hast uns die Missethaten immer wieder und wieder vergeben. Und was größer ist als alles Andre: Du hast Deinen Sohn für uns in die Welt gesandt. Er hat sich zu unsrer Erlösung so unaussprechlich tief erniedrigt, hat in der höchsten Armuth, unter Anfechtungen und Verfolgungen gelebt, ja endlich den bittern Kreuzestod erduldet. Siehe, durch ihn hast Du uns, arme Kinder des Staubes, zu Deinen Söhnen, zu Deinen Erben und Freunden gemacht. Ach ist es nicht erschrecklich, wenn wir Dich, unsern größten Wohlthäter, durch Sünden betrüben und beleidigen wollen!

Johannes Geiler von Kaysersberg – Jesus

O allerliebster Herr Jesu Christe, ewiges Wort des väterlichen Herzens, gnadenreicher Brunnen aller Tugend, mehre in mir Alles, was Dir wohlgefällt an mir. O Du süße Speise der Engel, o Du Heller Glanz der göttlichen Sonne, erleuchte die Finsterniß meines Herzens. O Du barmherziger Herr Jesu, der Du Dich so tief zu mir armen, dürftigen Menschen erniedrigt hast, ich litte Deine unermessene, grundlose Gütigkeit, laß diese lebendige Speise mich genießen zur Vergebung meiner Sünden, zur Beschirmung wider allen Schaden Leibes und der Seele, zur Vermehrung der Gnade und Andacht, zur fröhlichen Heimfahrt aus diesem Jammerthal. Laß Deine Gegenwart mein Herz und Gemüth also verwandeln, daß ich keine Süßigkeit ohne Dich empfinden und keine Liebe haben möge, denn Dich allein, den Sohn des höchsten Gottes.

Valerius Herberger – Am Anfang JESUS

JESUS,
Der Anfang zu meines Herzens Lust und Freude, der Anfang zu meinem Gebet.

Kolosser 3, V. 7.

Alles, was ihr thut mit Worten oder Werken, (was ihr redet oder thut) das thut alles in dem Namen des Herrn Jesu (nach seinem Wort, mit Anrufung seines Beistandes, und zu seines Namens Ehre) und danket Gott und dem Vater (Gott, dem himmlischen Vater, für seine Wohlthaten) durch ihn (durch Christum, den Mittler; denn kein Gebet und kein Lob ist Gott gefällig, es geschehe denn in Christi Namen).

Darum HErr JEsu, so oft ich werde beten, will ich sagen: Am Anfang JESUS. Mein Herr JEsu, hilf du mir mein Gebet stärken, verleihe du mir ein gutes Wort bei deinem himmlischen Vater, sei du meines Gebets Grund. Herr JEsu, du bist der Grundstein meiner Seligkeit; du sei das Mittel, du sei das Ende, so habe ich Trost, Saft und Kraft im Leben und Tode. Wenn der Tag anbrechen wird, soll das meine erste Rede sein: Am Anfange dieses Tages sei JEsus mein Trost, Helfer, Segen und Beistand, und bewahre mich und die Meinen vor allem Unglück. In all meinem Handel und Wandel, in allen meinen Werken will ich anfangen mit JEsu, so wird’s wohlgerathen, wie da die Apostel im Namen JEsu ihre Netze auswarfen, beschlossen sie eine große unverhoffte Menge Fische. Wenn ich in der Welt was vornehme, so ziehe voran, Herr JEsu, wie vor König David, da er mit den Philistern kämpfen sollte, auf daß alles, was ich thue und vornehme, deinem Namen zu Lob und Ehren gereiche. Ich will mein Herz auf dich, Herr JEsu, meinen Altar, legen, daß es auch von deinem Vater heilig geschätzet werde. In deinem Namen will ich beten, in deinem Namen will ich alle meine Werke verrichten, so werden meine Seufzer und alle meine Werke, dir zu Ehren gethan, für Heiligthum geschätzet werden. Herr JEsu, du bist mein Hohepriester, du allein verrichtest den Gottesdienst, der mich selig macht, du lehrest uns, wie es dein Vater mit unserm Herzen meinet, du betest am Kreuz und auch jetzt zur Rechten deines Vaters für uns, du heiligest und opferst dich selber für uns, und fährst mit Segensprechen gen Himmel, zum Zeugniß, daß du einen Segen nach dem andern über deine betenden Christen willst sprechen. Herr JEsu, du bist unser Priester und Fürsprecher bei dem Allerhöchsten, ich bin dein Pfarrkind, du lehrest mich, wie ich soll gerecht und selig werden, du bittest für mich; ich befehle mich deinem andächtigen Gebete, lege mir ein gutes Wort ein bei dem frommen Herzen deines Vaters, so bin ich genesen. Ach Herr JEsu, du bist mein Heiland, sage und zeige dich deinem Vater an, daß du hast genug für mich gethan. Du bist ja mein Fürsprecher, du wirst mir dein gutes Wort lassen zu Hülfe kommen. Ach sage mich an deinem Vater, wenn ich bete, daß ich erhöret werde, wenn ich Unglück leide, daß ich getröstet werde, wenn der Teufel mich plaget, daß ich geschützet werde, wenn die Welt mich dränget, daß ich erhalten werde, wenn ich sterbe, daß meine Seele in den Himmel genommen werde. Du bist der fleißige treuherzige Vorbringer aller Sachen bei deinem Vater. Ach deine sorgfältige Treue thut das Beste bei uns armen Sündern. Du Herr JEsu bist von Ewigkeit und bleibest auch in alle Ewigkeit, dein Stuhl stehet feste, du bist ewig, darum habe ich mich ewiglich dein zu trösten, du kannst selig machen immerdar, die durch dich zu Gott kommen, und lebest immerdar, und bittest für sie. Herr JEsu, du warest am Anfang, und bist vor allem Anfang der Zeit, du bist der Anfang meines Glücks, sei auch der Anfang meiner Sorge, meines Trostes, meines Gebets und meines Herzens Lust und Freude. Amen!

Philipp Melanchthon – Gebet zu Jesus unserem Herrn und Hohenpriester

O Allmechtiger Herr Jhesu Christe / ewiger Gottes Sohn und ebenbildt des ewigen vaters / der du für uns gecreutziget bist / und bist widerumb vom tode aufferstanden / und lebest und regierest ewiglich in Götlicher krafft und bist geordnet zum mitler / und zuversünen / gerecht und selig zu machen / Ich bitte dich mit herzlichem seuffzen / erbarme dich mein / vergibe mir meine sünde / und bitte für mich den ewigen Vater / und wollest in mir sein / und durch deinen heiligen Geist / ein newes liecht / reinigkeit / und seligkeit in mir wircken / Wollest auch für und für / dir ein ewige kirche unter uns samlen / und selige regiment geben / das wir dir in ewigkeit mit frölichem herzen dancken und dich preisen Amen.