Gerson – Trost

Gerson – Trost

O Herr, wie ist mir jetzt durch Deinen Trost so wohl und so lieblich, mährend mich kurz zuvor noch so entsetzlicher Heißhunger quälte! Meine Ohren gingen unter in dieser Welt Thorheit, meine Zunge brannte von verkehrter Rede, meine Augen zerrannen in eitlen Blicken. Wie plötzlich ist nun die böse Sucht gedämpft durch den Geschmack Deines süßen Himmelsbrodtes, welches Du mir geschenkt hast. Gieb mir doch allewege solches Brod, daß mich die giftige und tödtliche Speise dieser Welt beständig anwidere. Ach bliebe Deine Gnade, o Herr, länger bei mir, wie glücklich, wie selig würde ich sein!

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