Gottfried Arnold

Gottfried Arnold

Gott Vater, meine Hülfe, bis hieher hast du geholfen, du bist der Gott, der alle Hülfe thut. Mit Herz und Mund preise ich dich, daß du mich auf meinen Wegen treulich geleitet, väterlich versorget, mächtig beschützet und in den Seilen deiner Liebe wieder zu den lieben Meinigen geführet hast. Ich schwebte oft in Gefahr und Noth, allein da ich dir, du Hüter Israel, vertrauet, konnte mich nichts aus deiner Hand reißen. Du hast meinen Fuß aus dem Netze gezogen, daß ich errettet, ganz fröhlich rühmen kann. Dieis alles habe ich deiner mächtigen Vorsorge zu danken, und bitte dich nun herzlich, du wollest mich auch fernerhin in deinem göttlichen Schutz erhalten, in mir eine sehnliche Begierde nach dem himmlischen Vaterlande erwecken und gnädig verleihen, damit ich immer mehr Fleiß thue, meinen Beruf in Jesu feste zu machen, und wenn meine Pilgrimschaft einst zu Ende geht, mein Leib eine stille Herberge im Grabe, die Seele aber die Freude in den zubereiteten Wohnungen bei Jesu ewig genießen möge um seiner Liebe willen. Amen.
*Gottfried Arnold*

Gebetbuch,
enthaltend
die sämmtlichen Gebete und Seufzer
Dr. Martin Luther’S,
wie auch Gebete
von
Melanchthon, Bugenhaben, Matthesius, Habermann, Arnd
und anderen Gott-erleuchteten Männern.
Herausgegeben
vom
evangelischen Bücherverein
Berlin, 1849.
Im Magazin des Vereins, Klosterstraße No. 71

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