Wundervoll ist dein Name, Herr unser Gott, und preiswürdig deine Liebe! Was ist der Mensch, dass Du sein gedenkst und Dich seiner annimmst! Was bin ich, dass Du mich geliebt und ans Licht gerufen hast? O dass ich Dich wieder liebte, und in deinem Lichte wandelte! O dass ich würdig meinen Mund öffnete, deine Wohltaten zu verkündigen und was Du mir von Anbeginn Gutes erwiesen hast!
Woher kam mir das, dass Du mich erschufst? wodurch war ich würdig, vor das Angesicht deiner Herrlichkeit zu kommen? Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und die Tage die noch werden sollten, waren auf dein Buch geschrieben. Ich war nicht; Du aber schützt mich, weil es dein Wille war und stelltest mich wenig unter die Engel; ja ich soll ihnen gleich werden, da Du mich annahmst als dein Kind in Jesu, deinem geliebten Sohne und mich der ewigen Herrlichkeit empfänglich machtest.
O wie soll ich Dir danken, dass Du mich mit deinem Ebenbilde bezeichnetest und mich unter deine Kinder riefst? Wie soll ich deinen Namen würdig preisen, dass Du auch meiner gedachtest nach deiner Gnade, als Du die Erde gründetest und die Himmel sich vor deinem Wort entfalteten! dass deine Hand mich bildete und deine Gute auch an mir offenbar ward!
Wo finde ich das Lob, das Dir gebührt? Mein Mund vermag es nicht, deinen Ruhm kund zu tun. Du selbst, o Herr bist dein Lob und deine Werke preisen deine Herrlichkeit. Mein Herz fasst es nicht und nur dadurch kann ich Dich preisen, dass ich bekenne, wie unvermögend ich bin Dich zu loben.
Denn was bin ich, dass ich Dich loben könnte? Du aber bist Licht und Wahrheit, und Dir, dem Heiligen, kann das Lob aus dem Munde des Sünders nicht wohlgefällig sein!
Doch hoffe ich auf deine Güte, o Herr, da deine Milde mich erschuf. Hilf mir, dass nicht durch meine Sünde zunichte werde, was deine Gnade wirkte. Leite mich, wie Du mich gerufen hast und verschmähe nicht das Werk deiner Hände, sonst kehre ich in mein Nichts zurück. Bringe zum Heil, was Du aus Liebe erschaffen hast und reiße nieder die Scheidewand der Sünde, die mich von Dir trennt, ewiges Licht!
O mein Vater, regiere mein Denken und mein Wollen und nimm mein Herz in Besitz, dass ich stets nur Dich denke. Erleuchte meine Augen, dass sie Dich schauen und immer auf die Wege blicken, die Dir wohlgefallen. Ordne all‘ mein Verlangen durch deine ewige Wahrheit und lass mich nicht durch das Eitle gelockt werden, noch die Finsternis für Licht achten. Rings umgeben mich Versuchung und Fallstricke; lass mich ihnen entgehen und gewisse Schritte tun auf der richtigen Bahn. Stehe auf Herr, mein starker Gott, und zerstreue meine Feinde und lass mich vollendet werden durch die Kraft deines Heils. Amen.